
Als Mediatorin bin ich aufmerksam, klar und direkt. Dabei verbinde ich Einfühlungsvermögen mit einem ausgeprägten Sinn für Struktur. Mir ist wichtig, den Beteiligten offen zu begegnen und gleichzeitig den Prozess und das Wesentliche im Blick zu behalten.
Wahrnehmen & erfassen
Ich höre nicht nur auf das Gesagte, sondern achte auch auf Zwischentöne, Reaktionen und Dynamiken im Gespräch. Häufig erkenne ich schnell, welche Themen hinter dem unmittelbar sichtbaren Konflikt noch eine Rolle spielen könnten. Dabei unterscheide ich zwischen meiner Wahrnehmung und dem, was für die Beteiligten tatsächlich zutrifft. Nicht alles, was ich wahrnehme, muss angesprochen oder sofort bearbeitet werden – das Tempo der Beteiligten gehört für mich zum Prozess.
Klarheit & Struktur
Auch wenn in einem Konflikt viele Themen gleichzeitig eine Rolle spielen, behalte ich den Überblick und gebe dem Gespräch Struktur. Ich helfe dabei, Themen zu sortieren, Zusammenhänge sichtbar zu machen und den Blick auf das zu richten, was gerade geklärt werden soll. Dabei spreche ich auch schwierige oder unbequeme Punkte an, wenn sie für den weiteren Prozess relevant erscheinen.
Präsenz & Einfühlungsvermögen
Ich kann mich auf unterschiedliche Menschen und ihre Gefühlswelt einlassen, ohne ihre Gefühle zu meinen eigenen zu machen. Auch in emotionalen oder angespannten Situationen bleibe ich präsent und muss nicht vorschnell eingreifen oder eine Spannung auflösen. Ich kann Stille aushalten und Raum lassen, wenn Beteiligte Zeit brauchen, um Gedanken oder Gefühle zu sortieren.
Meine Kernkompetenzen
Mein Weg zur Mediation
Erfahrung, die ich mitbringe
Wenn Sie das Gefühl haben, dass ein Konflikt festgefahren ist oder Gespräche nicht mehr weiterführen, lernen wir uns gerne in einem unverbindlichen Erstgespräch kennen. Gemeinsam schauen wir, ob Mediation der passende Weg für Ihre Situation ist.
Seit über 25 Jahren arbeite ich in einem technischen und mittelständischen Unternehmensumfeld. Ich kenne Zusammenarbeit deshalb nicht nur aus der Perspektive einer Mediatorin, sondern auch aus dem beruflichen Alltag – mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, Interessen, Hierarchien und Arbeitsweisen.
Meine technische Ausbildung prägt zudem meine Art zu denken: Ich erfasse komplexe Zusammenhänge, strukturiere Informationen und behalte auch dann den Überblick, wenn viele Themen gleichzeitig ineinandergreifen. Diese Erfahrung bringe ich auch in meine Arbeit als Mediatorin ein.
Beruflich bin ich weiterhin als Technische Systemplanerin tätig. Die Mediation ist bewusst mein zweites Standbein und zugleich ein Gegenpol zu meiner technischen Arbeit.
Mein erster Kontakt mit Mediation liegt über 15 Jahre zurück. In einem Betriebsratsseminar lernte ich das Verfahren kennen und konnte das Gelernte kurz darauf in einem festgefahrenen Konflikt an meinem damaligen Arbeitsplatz anwenden. Die Situation war so belastend geworden, dass eine der beteiligten Personen bereits über eine Kündigung nachdachte.
Nach dem gemeinsamen Gespräch veränderte sich die Situation. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein späterer Moment, als ich beiden auf dem Flur begegnete und sie wieder miteinander lachen sah. Die Spannungen, die vorher so deutlich spürbar gewesen waren, hatten sich gelöst.
Trotz dieser Erfahrung dachte ich damals zunächst: Das ist nichts für mich. Ständig von Konflikten und streitenden Menschen umgeben zu sein, konnte ich mir beruflich nicht vorstellen. Mir fehlte zu dieser Zeit die Fähigkeit, mich ausreichend von den Konflikten anderer abzugrenzen.
In den Jahren danach habe ich mich intensiv mit mir selbst auseinandergesetzt und viel über meine eigenen Grenzen gelernt. Heute kann ich mich auf Menschen, ihre Gefühle und ihre Konflikte einlassen, ohne sie zu meinen eigenen zu machen. Erst dadurch wurde aus meinem frühen Interesse an Mediation eine berufliche Perspektive.
Qualifikation
- Ausbildung zur Mediatorin nach den Vorgaben des Mediationsgesetzes
- Ausbildung nach den Standards des Bundesverbandes Mediation e. V.
- Mitglied im Bundesverband Mediation e. V.
